Kulturschwund, Kapitulation und Vergeltung

Prolog zum Werk Nr22

Nr22 Standing Ovation

© kunst und wach

Ich freue mich, Ihnen ein neu­es Werk aus dem Werk­raum Deu­tung bekannt­ge­ben zu kön­nen: <Nr22 Stan­ding Ova­ti­on>

Ziemlich ernst gemeint

Das Werk basiert auf einer ziem­lich ernst gemein­ten Geschich­te von Kul­tur­schwund, Kapi­tu­la­ti­on und Ver­gel­tung, die ich Ihnen nicht vor­ent­hal­ten möch­te.

Zum Werk

Zur Werk­sei­te <Nr22 Stan­ding Ova­ti­on> mit wei­te­ren Bil­dern, Werk-Daten und einem Kom­men­tar von W. Stu­der

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4 thoughts on “Kulturschwund, Kapitulation und Vergeltung

  1. Wie­der eine ori­gi­nel­le Skulp­tur! Bei Stan­ding Ova­ti­on ist es wie bei ande­ren Grup­pen­phä­no­me­nen: Es gibt kei­ne befrie­di­gen­de Lösung, wie man sich ver­hal­ten soll. Ent­we­der man unter­wirft sich dem Kol­lek­tiv, schwimmt mit dem Strom, even­tu­ell gegen die eige­ne Über­zeu­gung, eckt dafür nicht an — oder man tut, was man für rich­tig hält, steht zu sei­ner Mei­nung, mit dem Risi­ko, als Son­der­ling aus­ge­grenzt zu wer­den. Bei einem Kon­zert aller­dings ist letz­te­res nicht so von Bedeu­tung…

  2. Recht hast du, Ein erns­tes Pro­blem… cool gelöst! Muss­te laut lachen. Woher hast du all die Ide­en nur. Bit­te wei­ter­ma­chen

  3. Dan­ke für die­sen Bei­trag! Könn­te es nie so gut for­mu­lie­ren obwohl mich das auch stört. Das glei­che ist doch das stan­dart­mäs­si­ge Raus­pfei­fen für eine Zuga­be nach einem Kon­zert. Das hat sich auch schon aus­ge­lei­ert.

  4. Stan­ding Ova­ti­on, oder wie man zumin­dest frü­her in Deutsch sag­te ste­hen­de Ova­ti­on oder ste­hen­der Bei­fall, bezeich­net jene Form von Applaus, der auf­grund einer ful­mi­nan­ten Dar­bie­tung, die das Publi­kum buch­stäb­lich aus den Sit­zen reisst, spon­tan und eben ste­hend erfolgt. Ste­hen­de Ova­tio­nen sind trotz deren ten­den­zi­el­ler Infla­ti­on bei den Prot­ago­nis­ten jeg­li­cher Art beliebt. Selbst über­trie­be­ne Kom­pli­men­te sind den Adres­sa­ten eben Bal­sam auf die ewig ban­gen und erfolgs­süch­ti­gen See­len. Das ist mensch­lich und eigent­lich ganz gut so.
    Wenn dann aber die­se ste­hen­de Ova­ti­on zur sich nar­ziss­tisch selbst hoch­ju­beln­den Dau­er­erek­ti­on und zur ewig Kli­max hei­schen­den Atti­tü­de ver­kommt, dann lie­ber Mar­cel ist — lei­der — die Zeit für dein jüngs­tes Werk gekom­men: der sich selbst beleuch­ten­de und selbst erzeu­gen­de ewi­ge Dau­er­stän­der, die­ses Un-Denk­mal eines zuneh­mend fehl ent­wi­ckel­ten Eros.

    Lasst uns also ob dei­ner “Leucht­lat­te” nicht in ste­hen­den Bei­fall hin­ein ver­blö­den! Lasst uns Schmun­zeln — und uns dabei auch ein wenig selbst an der Nase neh­men!


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