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Wenn Sie schon mal hier sind...

Nr104 Inflation

Nr104 Infla­ti­on, 2019

Will­kom­men bei KUNST & WACH, der pri­va­ten Web­sei­te über Kunst­wer­ken und Wachs­tums­wahn. Kei­ne Ahnung, was Sie hier­her führt. Viel­leicht wol­len Sie ja gleich wie­der gehen oder höchs­tens — wenn Sie schon mal hier sind — kurz in Erfah­rung brin­gen, wor­um es geht und wer dahin­ter steckt? Oder wol­len Sie etwa gleich zur Sache kom­men und uner­schro­cken dem Wahn­sinn ins Auge schau­en, die vir­tu­el­le Gale­rie besu­chen oder das neus­te Werk von MARA stu­die­ren? Pro­lo­ge lesen? Die fein­geis­ti­gen Sprach­per­len des elo­quen­ten Kunst­his­to­ri­kers durch­drin­gen? Kom­men­ta­re der Gäs­te durch­stö­bern? Kon­takt auf­neh­men?

Was weiss ich! Am bes­ten machen Sie doch ein­fach was Sie wol­len…

MARA
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kunst & wach | wachsdum.ch | alertgallery.com  | © Mara 1995 ‑2019

 

Zeit- und Denkraub

Weichgekocht und entseelt

Schweigen_001„Nicht jede Ver­schwö­rungs­theo­rie ist gefähr­lich, manch­mal ist es gefähr­lich, kei­ne Ver­schwö­rungs­theo­rie zu haben“ — Danie­la Dahn

Lassen Sie uns nachdenken

Etwa dar­über, dass sich die Welt­­bevöl­kerung seit Beginn des 19. Jahr­hun­derts mehr als ver­sie­ben­facht hat und täg­lich (sic!) um na­hezu eine Viertel­­million Men­schen wei­ter wächst. Dar­über, dass die­se Bevöl­kerungs­explosion ver­drängt wer­den muss, weil der Zwang zum zins­ba­sier­ten Wirt­schafts­wachs­tum letzt­lich vor­aus­setzt, dass immer mehr Kon­su­men­ten “immer mehr Mehr” kon­su­mie­ren. Also wir. Sie und ich. Sie und ich und die Ande­ren. Mög­lichst rund um die Uhr. Mit Giral­geld und auf Pump. In immer grös­se­ren Kon­sum­tem­peln oder ger­ne auch gren­zen­los — die vor­läu­fig letz­te Rake­ten­stu­fe des uner­sätt­li­chen Wachs­tums­wahns — im World Wide Web. Mit Glanz & Glo­ria und Frac­tio­n­al Life. Von Wer­be-Mil­li­ar­den, Kup­pel-Shows, Frau­en­tausch und Hartz-IV-Tele­vi­si­on weich­ge­kocht und ent­seelt. Auf der ver­meint­li­chen Sie­ger­sei­te der Schwei­ge­spi­ra­le klein­mü­tig aber poli­tisch kor­rekt mit den Wöl­fen heu­lend und kli­ckend. Las­sen Sie uns nach­den­ken dar­über, dass unser zins- und zin­ses­zins­ba­sier­tes Finanz- und Wirt­schafts­sys­tem uns nächs­tens wie­der an die Wand fah­ren wird und las­sen Sie uns schliess­lich erken­nen, dass uns die zuneh­men­de Bou­le­var­di­sie­rung von Poli­tik und Gesell­schaft nicht nur die Zeit zum Nach­den­ken raubt, son­dern durch Spal­tung in orts‑, bin­dungs- und ori­en­tie­rungs­lo­se Ein­zel­mas­ken — der ent­fes­sel­te Sin­gle als per­fek­ter Kon­su­ment — letzt­lich auch jeg­li­che Fähig­keit zu Soli­da­ri­tät und Demo­kra­tie…

Ent­we­der nie­mand ist schuld oder wir sind es alle — Demut und Bil­dung tut Not.
Mara / kunst & wach

 
Unsere enorm produktive Wirtschaft verlangt, dass wir den Konsum zum Lebensinhalt machen, dass wir den Kauf und Gebrauch von Waren in Rituale verwandeln, dass wir unsere spirituelle Befriedigung, unsere Ich-Befriedigung im Konsum suchen. Wir müssen dafür sorgen, dass immer mehr Dinge konsumiert, verbraucht, aufgetragen, ersetzt und weggeworfen werden. — Victor Lebow
 

Von Äpfeln und Birnen

Prolog zum Werk Nr105

Nr105 Unvergleichlich

Nr105 Unver­gleich­lich

In der Zen­tral­afri­ka­ni­schen Repu­blik (eines der ärms­ten Län­der welt­weit) ster­ben pro 1000 Lebend­ge­bo­re­ne 87,6 oder 8,8% im ers­ten Lebens­jahr — durch Armut.

In der Schweiz (eines der reichs­ten Län­der welt­weit) ster­ben pro 1000 Lebend­ge­bo­re­ne 114 oder 11,4% vor der Geburt — durch Abtrei­bung.

Ich freue mich sehr, Ihnen ein neu­es Werk aus dem WERKRAUM RAHMENHANDLUNG vor­stel­len zu kön­nen.

⇒ Zur Werk­seite von NR105 UNVERGLEICHLICH mit wei­te­ren Bil­dern, Werk­da­ten und einem Kom­men­tar von W. Stu­der

 
Seit Platon haben wir - ich meine damit Länder, die durch eine antike, christliche und koloniale Vergangenheit verbunden sind - das Machbare vor das Brauchbare gestellt und die Kontrolle des Lebens vor seiner Achtung. Wir haben die Natur, die Tiere und andere Kulturen missachtet, unsere Körper, unsere Gefühle und unsere eigenen Seelen. Und dieses „andere“ meldet sich jetzt. — Ariadne von Schirach
 

Ich bin dann mal weg

Aus der Serie «Sprachperlen»

Nr51 Närrische Öffnung

Nr51 När­ri­sche Öff­nung

(stu) Auf dem Geviert des dem Kunst­wer­ker Mara eige­nen weis­sen Sockels wie zufäl­lig leicht schräg und um weni­ges geschif­tet aus­ge­legt ein ein­fa­ches KREUZ, ein Kru­zi­fix ohne den Gekreu­zig­ten. Und eben­so zufäl­lig eini­ge Bluts­trop­fen, die sich bei nähe­rem Hin­se­hen als völ­lig undra­ma­ti­sche dafür aber wit­zig ein­ge­setz­te Pri­se KONFETTI erweist. Das Kreuz, abso­lu­tes Sym­bol der Chris­ten­heit, des Heils­ge­sche­hen und des Ver­spre­chens eines jeden Tod über­win­den­den ewi­gen Lebens als Fast­nachts­scherz und Kar­ne­vals­re­qui­sit? Ist Mara ein kunst­wer­kend zu Wer­ke gehen­der Got­tes­läs­te­rer, der, trotz sei­ner sacht iro­ni­schen und gros­so modo unta­de­li­gen Gestal­tung, erkennt­lich das ver­un­glimpft, was vie­len Hei­lig ist […]

 
Andere Meinungen dienen längst nicht mehr dazu, unsere eigenen zu überprüfen, nur dazu, den Gegner dingfest zu machen. — Eva Menasse
 

Der Vater des Gedankens ist sein Sohn

Aus der Serie «Sprachperlen»

Nr48 Schweine vor die Perlen geworfen

Nr48 Schwei­ne vor die Per­len gewor­fen

(stu) Wo immer Schwei­ne sich mani­fes­tie­ren, sind die sprich­wört­li­chen Per­len, jene Per­len, die, wie es scheint welt­weit und zu Hauf in ste­ti­gem Akkord vor die Schwei­ne gewor­fen wer­den, nicht weit […]

 

Schadstoffbeseitigung

Prolog zum Werk Nr104

Nr104 Inflation

Nr104 Infla­ti­on

Gre­ta oder Kre­ta? Nein, es geht hier nicht um Kli­ma­wan­del. Es geht um geis­ti­ge Schad­stoff­be­sei­ti­gung, dar­um, vom Gezänk Abstand zu neh­men und den Kopf aus­zulüf­ten, bes­ser noch durch­zu­bla­sen um nicht zu sagen aus­zu­bla­sen. Durch­zu­bla­sen vom machia­vel­lis­ti­schen DIVIDE ET IMPERA und vom römi­schen PANEM ET CIRCENSES. Durch­zu­bla­sen von der zuneh­men­den BOULEVARDISIERUNG von Poli­tik und Gesell­schaft, einer Bou­le­var­di­sie­rung, die wir uns im Stac­ca­to des mul­ti­me­dia­len Sperr­feu­ers unun­ter­bro­chen ins kon­sums­edier­te Hirn häm­mern las­sen […]

 
Willst Du das Leben leicht haben, so bleibe immer bei der Herde. Liebe den Hirten und ehre das Gebiss seines Hundes! — Friedrich Nietzsche
 

Der rote Faden ins Labyrinth

Aus der Serie «Sprachperlen»

Nr46 Der rote Faden

(stu) Ein nicht ein­mal ein­fach gestrick­tes, son­dern ledig­lich ein­fach auf­ge­spul­tes Werk dies­mal. Von unse­rem Kunst­wer­ker, des­sen Hin­ter­list wir mitt­ler­weile satt­sam ken­nen und wis­sen: den Schin­ken am schein­bar mage­ren Kno­chen müs­sen wir uns als Betrach­ter sel­ber erschaf­fen, die Sau also zum genüss­li­chen Ver­zehr sel­ber mäs­ten […]