Archive For: tempora et mores

Unsere enorm produktive Wirtschaft verlangt, dass wir den Konsum zum Lebensinhalt machen, dass wir den Kauf und Gebrauch von Waren in Rituale verwandeln, dass wir unsere spirituelle Befriedigung, unsere Ich-Befriedigung im Konsum suchen. Wir müssen dafür sorgen, dass immer mehr Dinge konsumiert, verbraucht, aufgetragen, ersetzt und weggeworfen werden. — Victor Lebow
 
Seit Platon haben wir - ich meine damit Länder, die durch eine antike, christliche und koloniale Vergangenheit verbunden sind - das Machbare vor das Brauchbare gestellt und die Kontrolle des Lebens vor seiner Achtung. Wir haben die Natur, die Tiere und andere Kulturen missachtet, unsere Körper, unsere Gefühle und unsere eigenen Seelen. Und dieses „andere“ meldet sich jetzt. — Ariadne von Schirach
 
Andere Meinungen dienen längst nicht mehr dazu, unsere eigenen zu überprüfen, nur dazu, den Gegner dingfest zu machen. — Eva Menasse
 
Willst Du das Leben leicht haben, so bleibe immer bei der Herde. Liebe den Hirten und ehre das Gebiss seines Hundes! — Friedrich Nietzsche
 
Vom physischen Überlebenskampf in ungezähmter Natur wird das Individuum in einen psychischen Überlebenskampf in durchreglementierter und hypernervöser Zivilisation treten... - Hans Widmer
 
Unsere enorm produktive Wirtschaft verlangt, dass wir den Konsum zum Lebensinhalt machen, dass wir den Kauf und Gebrauch von Waren in Rituale verwandeln, dass wir unsere spirituelle Befriedigung, unsere Ich-Befriedigung im Konsum suchen. Wir müssen dafür sorgen, dass immer mehr Dinge konsumiert, verbraucht, aufgetragen, ersetzt und weggeworfen werden. - Victor Lebow
 
Doch auch wenn Ehrlichkeit oft die beste Strategie ist, beruht Politik auf den Meinungen der Leute, und deshalb ist das Manipulieren von Meinungen so wichtig. - Roger Scruton
 
Denken ist schwer, darum urteilen die meisten. - Carl Gustav Jung
 
Die Geschichte des Luxus ist die Geschichte eines Traumas. Wir genügen als nackte Menschen nicht. Erst wenn wir uns Statussymbole umhängen, erfahren wir uns als annehmbar: Wir gehen also Einkaufen, um die Welt zu überzeugen, dass wir interessante, wertvolle Menschen sind. - Alain de Botton
 
Es gehört zur Paradoxie des umstandslos dominant gesetzten Universalismus, dass in der Willkommenskultur auch der soziokulturell Fremdeste auf nahezu grenzenloses Verständnis vertrauen kann, während die Landsleute, die sich jenem Kult widersetzen und tradierte Lebensformen pflegen möchten, als kaum noch integrationsfähige Zeitgenossen erscheinen. - Heribert Seifert, NZZ 14. Mai 2016