Stop Schwarzmalen — die Lösung?

Bes­ten Dank @Martin für Dei­nen Kom­men­tar zum Bei­trag Neu mit Blog, in dem Du unter ande­rem auch die Fra­ge nach mei­ner Lösung des Wachs­tums­wahns stellst. Zuerst freut es mich natür­lich, dass Du das Erschei­nungs­bild freund­li­cher fin­dest. Obwohl mir per­sön­lich der schwar­ze Hin­ter­grund bes­ser gefal­len hat — mal was ande­res halt — habe ich mich davon über­zeu­gen las­sen, dass Schwarz auf Weiss bes­ser les­bar und für die Augen weni­ger ermü­dend ist. Schluss also mit dem Schwarz­ma­len!

Was Dei­ne Fra­ge (und die von Mat­thä­us) nach einer Lösung des Wachs­tums­wahns betrifft, muss ich — ich will mich ja nicht zum Nar­ren machen — natür­lich pas­sen. Allein die Suche nach einer sol­chen Lösung bedürf­te einer welt­wei­ten Ver­ei­ni­gung aller geis­ti­gen Eli­ten aus Wis­sen­schaft, Kul­tur und — dem gewöhn­li­chen Volk. Dies wür­de aber zwin­gend vor­aus­set­zen, dass sein kann, was bis­her nicht sein darf: Das Ein­ge­ständ­nis näm­lich, dass die ver­füh­re­ri­sche und Wunsch erfül­len­de Losung “Mehr Wachs­tum” nicht die Lösung ist — son­dern das Pro­blem. Weit ent­fernt davon, ver­drän­gen wir statt­des­sen die beängs­ti­gen­de Wirk­lich­keit und hal­ten uns mit rosa­ro­ten (Alb-) Träu­men, einer Flut von Cas­tings und trot­zi­ger Flucht in die Kon­sum­tem­pel bei Lau­ne. Ganz nach den Mot­ten (rich­tig Mot­tos): “Es wird schon irgend­wie gut gehen” oder aber “Nach mir die Sint­flut”. Nein, eine ernst­haf­te Lösung scheint lei­der weit und breit nicht in Sicht. Und Leu­te, die vor­ge­ben, “die Lösung” zu haben, machen mir immer irgend­wie Angst. Soll­ten wir aber irgend­wann doch noch zum obge­nann­ten Ein­ge­ständ­nis bereit sein, könn­te wenigs­tens die Suche danach begin­nen.

Mag sein, dass es ent­täu­schen ist, ganz auf sich selbst und sei­ne eige­ne Ver­ant­wor­tung zurück­ge­wor­fen zu wer­den. Von mir gibt es jeden­falls kei­ne Gebrauchs­an­wei­sung, kei­ne ideo­lo­gi­schen oder poli­ti­schen Rat­schlä­ge. Schon eher wer­de ich wei­ter, so mich mein Rah­men lässt, wach hin­schau­en, nicht schwei­gen und hei­ter kunst­wer­ken

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