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	<title>Rahmenhandlung - kunst &amp; wach</title>
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	<description>kunstwerken und wachstumswahn</description>
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	<title>Rahmenhandlung - kunst &amp; wach</title>
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		<title>Von Rittern und Drachen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[waStu]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2016 07:38:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkateg - kunst & wach]]></category>
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					<description><![CDATA[(stu)&#160;Je zwei des vier­zehn Buch­staben umfas­senden Wortes RAHMENHANDLUNG in iden­ti­sche Rahmen sinn­ge­mäss hin­ter­ein­ander gesetzt und mit je einer optisch als Fuss­note ins Bild gesetzten spe­zi­fi­schen Rah­men­hand­lung ergeben sieben Ein­zel­bilder die, zum waag­rechten Ganzen gefügt, dieses Werk Maras aus­ma­chen. Die klar­li­nige Ästhetik – das Werk könnte ohne Wei­teres im Design-Laden, Bank­foyer, im Archi­tek­tur­büro oder im Leh­rer­zimmer ... <a class="excerpt-readmore" href="https://www.wachsdum.ch/17414/von-rittern-und-drachen/">Read More</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2048" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.wachsdum.ch/intro/blog-kunst-wach/galerie/werkraum-rahmenhandlung/nr18-rahmenhandlung-5/"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2048" class="wp-image-2048 size-large" src="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/kwNr18b-e1370940502697-1024x327.jpg" width="1024" height="327" srcset="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/kwNr18b-e1370940502697-1024x327.jpg 1024w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/kwNr18b-e1370940502697-150x48.jpg 150w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/kwNr18b-e1370940502697-300x96.jpg 300w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/kwNr18b-e1370940502697.jpg 1140w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px"></a><p id="caption-attachment-2048" class="wp-caption-text">Nr18 Rahmenhandlung 5</p></div>
<p class="wp-caption-text" style="text-align: justify;"><a href="https://www.wachsdum.ch/4405/lyrik-gegen-den-wahn/#zu-ueber-den-gastautor">(stu)</a>&nbsp;Je zwei des vier­zehn Buch­staben umfas­senden Wortes <span class="caps">RAHMENHANDLUNG</span> in iden­ti­sche Rahmen sinn­ge­mäss hin­ter­ein­ander gesetzt und mit je einer optisch als Fuss­note ins Bild gesetzten spe­zi­fi­schen Rah­men­hand­lung ergeben sieben Ein­zel­bilder die, zum waag­rechten Ganzen gefügt, dieses Werk Maras aus­ma­chen. Die klar­li­nige Ästhetik – das Werk könnte ohne Wei­teres im Design-Laden, Bank­foyer, im Archi­tek­tur­büro oder im Leh­rer­zimmer etc. hängen – ver­hält sich aller­dings zum Inhalt wie der Schafs­pelz zum&nbsp;Wolf.<span id="more-17414"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Es zwingen die optisch kaum ins Gewicht fal­lenden Texte und die sie umfas­sende Struktur der iden­ti­schen Rahmen dazu, das ganze Schre­ckens­werk in Des­cart­schem Sinne räum­lich ins Unend­liche zu extra­po­lieren. Mara gelingt es mit diesem Gestal­tungs­modus tat­säch­lich, sämt­liche andern bekannten, erin­ner­baren, zukünftig anzu­neh­menden und die end­lose Liste all jener Ent­setz­lich­keiten, die wir nicht kennen oder noch nicht einmal erahnen können, anzu­mahnen. Wie so oft, so eben auch bei diesem Werk, bannt uns der Kunst­werker mit dem Stimm­gabel-Effekt. Schlagen wir dieses Instru­ment an, klingen wun­der­barer Weise sämt­lich exis­tie­renden Töne, der ganze akus­ti­sche Kosmos, mit – selbst jene, die unser­einer nicht hören kann. Nur leider ist hier die Fülle dessen, was mit asso­zi­iert wird, ganz und gar nicht wohl­tuend schön und reine Har­monie. Die Gabel des Kunst­wer­kers ist eher eine kos­mi­sche Mist­gabel, die nie­mals aus­rei­chen wird, den rie­sigen Stall aus­zu­misten.</p>
<p style="text-align: justify;">Hat man sich ein­ge­standen, dass alle die uns ein­fal­lenden Lösungs­an­sätze gegen den Wachs­tums­wahn kaum aus­rei­chen, das zu Grunde lie­gende Pro­blem <span class="caps">MENSCH</span> auch nur dem Prinzip nach zu begreifen, stellen wir uns die glück­li­cher­weise etwas die Sorge zer­streu­ende und von dieser ablen­kende nächste Frage: Was um Him­mels Willen treibt den Kunst­werker Mara an? Warum führt er uns und in fast noch stär­keren Aus­mass sich selbst immer und immer wieder die lei­dige Kata­strophe in unter­schied­lichster Aus­bil­dung und zuge­geben mit Witz und dito Unter­hal­tungs­wert vor Augen? Warum plagt er sich und uns in fast zwang­haftem Durch­halten mit dem Horror, der auch ohne seine Dar­stel­lung exis­tiert – und dies auch noch, ohne Lösungen anbieten zu können? Ist der Kunst­werker Mara – in seiner Sprache, der Sprache des Psych­ia­ters aus­ge­drückt und selbst­re­dend mit einer gehö­rigen Por­tion Ironie unter­legt – ein <span class="caps">DEPRESSIVER</span> <span class="caps">SADOMASOCHISTISCHER</span> <span class="caps">NEUROTIKER</span>? Ist sein künst­le­ri­sches Tun etwa als<span class="caps">AUTOTHERAPEUTISCH</span> zu ver­stehen, dem gegen­über sich der <span class="caps">PATIENT</span>, bzw. dessen <span class="caps">EGO</span>, dann aber auch noch als <span class="caps">THERAPIERESISTENT</span> erweist und sich dann – weil der Kunst­werker offen­sicht­lich seine Bemü­hungen nicht ein­stellt – in einer ana­ly­tisch nicht mehr zu erschlies­senden Ver­schach­te­lung eine <span class="caps">QUADRATUR</span> <span class="caps">DES</span> <span class="caps">NEUROTISCHEN&nbsp;</span>ergibt, in der sich Mara in den tiefsten Tiefen des <span class="caps">PATHOLOGISCHEN</span> ver­liert?</p>
<p style="text-align: justify;">Obwohl ich noch sei­ten­weise in dieser Ter­mi­no­logie weiter baden könnte, ist natür­lich klar, dass rein gar nichts davon wirk­lich zutrifft. Im Gegen­teil: Mara ist zwar zwei­fels­ohne ein kunst­wer­kender Lust­täter, aber – und hier wird es nun tief ernst – er ist inhalt­lich ein selbst­be­trof­fener Mahner, der sich darin nicht zurück­halten mag.</p>
<p style="text-align: justify;">Leuten dieser „faden­graden“ Art werden seit ewigen Zeiten Vor­würfe abstru­sesten Inhalts gemacht und – da sie ja nie der Unwahr­heit bezich­tigt werden können und somit immer recht behalten – sagt man ihnen Krank­haf­tig­keit nach. Um sie klein und ruhig zu halten, werden sie in der Regel gerne und beden­kenlos dif­fa­miert.<br>
Lernen wir daraus als die Moral von der Geschichte: Es ist gut, dass es <span class="caps">RITTER</span> gibt, die gegen den <span class="caps">DRACHEN</span> des<span class="caps">WACHSTUMSWAHNSINNS</span> kämpfen. Und, noch fast wich­tiger, lernen wir stets die <span class="caps">RITTER</span> von den <span class="caps">DRACHEN</span> zu unter­scheiden. Folgen wir kon­se­quent dieser Devise, schlagen wir uns selbst zu Rit­tern, schaffen wir auf diese zau­ber­hafte Weise, zusammen mit dem Kunst­werker, Heer­scharen von Rit­tern!</p>
<p style="text-align: justify;">(Ich jeden­falls, der Autor dieser Zeilen, wollte schon immer ein Ritter sein)</p>
<p style="text-align: justify;"><a title="mehr zu W. Studer" href="https://www.wachsdum.ch/4405/lyrik-gegen-den-wahn/#zu-ueber-den-gastautor">W. Studer</a></p>
<h3 style="text-align: justify;">Zur Werkseite</h3>
<p style="text-align: justify;">Besuchen Sie die <a href="https://www.wachsdum.ch/intro/blog-kunst-wach/galerie/werkraum-rahmenhandlung/nr18-rahmenhandlung-5/">Werk­seite von&nbsp;Nr18</a>&nbsp;(mit allen Bildern, Werkdaten und der Klas­si­fi­ka­tion des Werks)</p>
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		<title>Ein gespenstischer Einfall?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mara]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2015 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prologe]]></category>
		<category><![CDATA[tempora et mores]]></category>
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					<description><![CDATA[Einfall, Ein(s)fall… Verstörendes aus dem bunten Strauss des Menschlichen. Ich freue mich, Ihnen das Werk &#60;Nr70 Ein(s)fall&#62; präsentieren zu können. Der verstörender Ein(s)fall Eine lebende Schabe so „elektrifizieren“, dass man sie per Smartphone fernsteuern kann?!? Bausatz incl. Schabe im Internet bestellen und mit ein wenig handwerklichem Geschick, einer ruhigen Hand und Heissleim zur frankensteinschen Tat ... <a class="excerpt-readmore" href="https://www.wachsdum.ch/14718/ein-gespenstischer-einfall/">Read More</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_14678" style="width: 1150px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-14678" class="wp-image-14678 size-full" src="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr70Einfall_008.jpg" alt width="1140" height="760" srcset="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr70Einfall_008.jpg 1140w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr70Einfall_008-150x100.jpg 150w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr70Einfall_008-800x533.jpg 800w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr70Einfall_008-1440x960.jpg 1440w" sizes="(max-width: 1140px) 100vw, 1140px"><p id="caption-attachment-14678" class="wp-caption-text">Nr70 Einsfall</p></div>
<p>Einfall, Ein(s)fall… Verstörendes aus dem bunten Strauss des Menschlichen. Ich freue mich, Ihnen das Werk &lt;Nr70 Ein(s)fall&gt; präsentieren zu können.<span id="more-14718"></span></p>
<h3>Der verstörender Ein(s)fall</h3>
<p>Eine lebende Schabe so „elektrifizieren“, dass man sie per Smartphone fernsteuern kann?!?</p>
<p>Bausatz incl. Schabe im Internet bestellen und mit ein wenig handwerklichem Geschick, einer ruhigen Hand und Heissleim zur frankensteinschen Tat schreiten. Funktioniert wie geschmiert (s. Video):</p>
<p>[…] “Ground”-Elektrode in Thorax der Schabe implantieren, rechten Fühler zurückschneiden und Elektrode implantieren, linken Fühler zurückschneiden und Elektrode implantieren […] App auf Smartphone herunterladen, Insekt laufen lassen und per Fingerwisch auf dem Smartphone fernsteuern: links, rechts, links, rechts…</p>
<p style="text-align: center;"><iframe src="//www.youtube.com/embed/EsrorUT_Svc" width="400" height="300" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe><br>
<span style="font-size: 10px;"><a href="https://backyardbrains.com/experiments/roboRoachSurgery">Backyard Brains Neuroscience for Everyone</a></span></p>
<h3>Bestürzt? Fasziniert?</h3>
<p>Sowohl das Bestürzt- als auch das Fasziniert-Sein bekommt Bedeutung und Anklang erst im jeweiligen (sozialen) Kontext: als wissenschaftliches&nbsp;Lehrstück oder barbarischer Zeitvertreib, Beifall oder Abfuhr…</p>
<p><a href="https://www.wachsdum.ch/galerie/werkraum-rahmenhandlung/">→ Rahmenhandlung</a></p>
<h3>Mehr zum Werk Nr70</h3>
<p>Weitere Bilder, Werk-Daten und einen Kommentar von W.&nbsp;Studer finden Sie auf der <a title="Nr53 Freiheit Sicherheit" href="https://www.wachsdum.ch/galerie/werkraum-deutung/nr70-einfall/">Werkseite von Nr70</a></p>
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		<title>Wohlstandsgrab</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mara]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2015 14:04:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prologe]]></category>
		<category><![CDATA[Werk]]></category>
		<category><![CDATA[Rahmenhandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Fettleibigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[kunst & wach]]></category>
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					<description><![CDATA[Gemäss Bundesamt für Statistik sind derzeit In der Schweiz rund 40% der erwachsenen Bevölkerung und 20% der Kinder übergewichtig. In der Folge steigt das Risiko für Krankheiten, psychische und soziale Probleme und — es kostet*. Die zunehmende Verfettung ist allerdings nicht primär schweizerisch, sondern wohlständisch: Fast jeder zweite OECD-Bürger ist zu dick. Ein brasilianischer Friedhof ... <a class="excerpt-readmore" href="https://www.wachsdum.ch/11763/wohlstandsgrab/">Read More</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_11779" style="width: 952px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.wachsdum.ch/galerie/wkr-rahmenhandlung/nr59-xxl/"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-11779" class="wp-image-11779 size-full" src="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr59_XXL_lang.jpg" alt="Nr59 XXL" width="942" height="319" srcset="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr59_XXL_lang.jpg 942w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr59_XXL_lang-150x51.jpg 150w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr59_XXL_lang-620x210.jpg 620w" sizes="auto, (max-width: 942px) 100vw, 942px"></a><p id="caption-attachment-11779" class="wp-caption-text">Nr59 XXL</p></div>
<p>Gemäss Bundesamt für Statistik sind derzeit In der Schweiz rund 40% der erwachsenen Bevölkerung und 20% der Kinder übergewichtig.<span id="more-11763"></span></p>
<p>In der Folge steigt das Risiko für Krankheiten, psychische und soziale Probleme und — es kostet*. Die zunehmende Verfettung ist allerdings nicht primär schweizerisch, sondern wohlständisch: Fast jeder zweite OECD-Bürger ist zu dick.</p>
<p>Ein brasilianischer Friedhof hat die Zeichen der Zeit erkannt und bietet für besonders beleibte sterbliche Überreste XXL Gräber bis 500 Kilogramm — gegen Bezahlung.&nbsp;Des einen Not ist des anderen Brot…</p>
<h3>Mehr zum Werk Nr59</h3>
<p>Weitere Bilder, Werk-Daten und einen Kommentar von W.&nbsp;Studer finden Sie auf der <a title="Nr53 Freiheit Sicherheit" href="https://www.wachsdum.ch/galerie/wkr-rahmenhandlung/nr59-xxl/">Werkseite von Nr59</a></p>
<p>_________________________<br>
*) weltweit dreieinhalb Billionen Dollar pro Jahr (UNO-Bericht 2013)</p>
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		<title>Bange und erfolgssüchtige Seelen</title>
		<link>https://www.wachsdum.ch/10725/bange-und-erfolgssuechtige-seelen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mara]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2015 08:51:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkateg - kunst & wach]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
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		<category><![CDATA[kunst & wach]]></category>
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		<category><![CDATA[Walter Studer]]></category>
		<category><![CDATA[Standing Ovation]]></category>
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					<description><![CDATA[(stu) Standing Ovation, oder wie man zumindest früher in Deutsch sagte stehende Ovation oder stehender Beifall, bezeichnet jene Form von Applaus, der aufgrund einer fulminanten Darbietung, die das Publikum buchstäblich aus den Sitzen reisst, spontan und eben stehend erfolgt. Stehende Ovationen sind trotz deren tendenzieller Inflation bei den Protagonisten jeglicher Art beliebt. Selbst übertriebene Komplimente ... <a class="excerpt-readmore" href="https://www.wachsdum.ch/10725/bange-und-erfolgssuechtige-seelen/">Read More</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4924" style="width: 1150px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.wachsdum.ch/intro/blog-kunst-wach/galerie/werkraum-deutung/nr22-standing-ovation/"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4924" class="wp-image-4924 size-full" src="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr22_Standing_Ovation-2.jpg" alt="Nr22 Standing Ovation" width="1140" height="1092" srcset="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr22_Standing_Ovation-2.jpg 1140w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr22_Standing_Ovation-2-150x143.jpg 150w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr22_Standing_Ovation-2-300x287.jpg 300w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr22_Standing_Ovation-2-960x919.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 1140px) 100vw, 1140px"></a><p id="caption-attachment-4924" class="wp-caption-text">Nr22 Standing Ovation</p></div>
<p><a href="https://www.wachsdum.ch/4405/lyrik-gegen-den-wahn/#zu-ueber-den-gastautor">(stu)</a> Standing Ovation, oder wie man zumindest früher in Deutsch sagte stehende Ovation oder stehender Beifall, bezeichnet jene Form von Applaus, der aufgrund einer fulminanten Darbietung, die das Publikum buchstäblich aus den Sitzen reisst, spontan und eben stehend erfolgt. Stehende Ovationen sind trotz deren tendenzieller Inflation bei den Protagonisten jeglicher Art beliebt. Selbst übertriebene Komplimente sind den Adressaten eben Balsam auf die ewig bangen und erfolgssüchtigen Seelen. Das ist menschlich und eigentlich ganz gut so.<span id="more-10725"></span></p>
<p>Wenn dann aber diese stehende Ovation zur sich narzisstisch selbst hochjubelnden Dauererektion und zur ewig Klimax heischenden Attitüde verkommt, dann lieber Marcel ist – leider – die Zeit für dein jüngstes Werk gekommen: der sich selbst beleuchtende und selbst erzeugende ewige Dauerständer, dieses Un-Denkmal eines zunehmend fehl entwickelten Eros.</p>
<p>Lasst uns also ob der „Leuchtlatte” nicht in stehenden Beifall hinein verblöden! Lasst uns schmunzeln – und uns dabei auch ein wenig selbst an der Nase nehmen! (<a title="Nr22 Standing Ovation" href="https://www.wachsdum.ch/galerie/wkr-deutung/nr22-standing-ovation/">zum Werk</a>)</p>
<p>Sep 2013,&nbsp;<a title="mehr zu W. Studer" href="https://www.wachsdum.ch/4405/lyrik-gegen-den-wahn/#zu-ueber-den-gastautor">W. Studer</a></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Das Pferd im Märchen des Lebens</title>
		<link>https://www.wachsdum.ch/10249/das-pferd-im-maerchen-des-lebens/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mara]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2015 08:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkateg - kunst & wach]]></category>
		<category><![CDATA[Rahmenhandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[kunst & wach]]></category>
		<category><![CDATA[Werk]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachperle]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Studer]]></category>
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					<description><![CDATA[(stu) Hommage an ein feines Essen mit feinen Leuten, feinen Gesprächen und besonders an die Köchin. Das deutsche HEIMAT ist, als Wort und als Begriff, in keine Sprache direkt zu übersetzen. Auch in der Umschreibung ist das deutsche HEIMAT in der ganzen Tiefe seiner Bedeutung nicht zu erfassen. HEIMAT ist eine mythische und mystische Ikone ... <a class="excerpt-readmore" href="https://www.wachsdum.ch/10249/das-pferd-im-maerchen-des-lebens/">Read More</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_10531" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/kw_Nr15-Heimat.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-10531" class="wp-image-10531 size-full" src="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/kw_Nr15-Heimat.jpg" alt="Nr15 Heimat" width="1024" height="683" srcset="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/kw_Nr15-Heimat.jpg 1024w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/kw_Nr15-Heimat-150x100.jpg 150w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/kw_Nr15-Heimat-620x414.jpg 620w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px"></a><p id="caption-attachment-10531" class="wp-caption-text">Nr15 Heimat</p></div>
<p><a href="https://www.wachsdum.ch/4405/lyrik-gegen-den-wahn/#zu-ueber-den-gastautor">(stu)</a> Hommage an ein feines Essen mit feinen Leuten, feinen Gesprächen und besonders an die Köchin.</p>
<p>Das deutsche HEIMAT ist, als Wort und als Begriff, in keine Sprache direkt zu übersetzen. Auch in der Umschreibung ist das deutsche HEIMAT in der ganzen Tiefe seiner Bedeutung nicht zu erfassen. HEIMAT ist eine mythische und mystische Ikone der deutschen Sprache, die wiederum eine der höchstdifferenzierten und wortschatzreichsten Sprachen weltweit ist und der ein einmaliger Reichtum unterschiedlichster Ausprägungen eigen ist. Unter diesen Dialekten wurde vor noch gar nicht länger Zeit dem Hannoveranischen Dialekt die Ehre zuteil, als Hochsprache auserwählt zu werden. Eine Wahl, die nicht nach Eignung, sondern dem Machtgefälle nach entschieden wurde. In keinem der deutschsprachigen Heimatländern – und dies sind etliche mehr als die Meisten wissen – spricht man üblicherweise die reine Hochsprache. Dies tun allenfalls Personen, die besonders ausgebildet sind, zum Beispiel für den Schauspielerberuf.<span id="more-10249"></span></p>
<p>Noch um 1800 war die Hochsprache eher Idee als Wirklichkeit. Friedrich Schiller – wiewohl hochberühmter Dichter – war ein gefürchteter Vorleser. Sein Schwäbisch gefärbtes Hochdeutsch konnte ausserhalb Schwabens kaum verstanden werden. Der andere Gigant der deutschen Sprache, nämlich Goethe, sprach im Alltag Sächsisch und auch das Zürcherische bzw. Bernerische Hochdeutsch von Max Frisch bzw. Friedrich Dürrenmatt änderte nichts daran, dass sie beide der Deutschen Sprache Werke geschenkt und diese sich stetig wandelnde Sprache mitgeprägt haben.</p>
<p>DEUTSCH, das eigentlich vom Altgermanischen stolzen THIU DISK abgeleitet ist, was soviel wie RICHTIG REDEN bedeutet, ist ein sehr sehr buntes Universum und für diejenigen, die in dieser Farbigkeit leben, sich ihrer freudig bedienen, ist es ihre HEIMAT. Wer also glaubt, kein richtiges Deutsch sprechen zu können, weil sein Hochdeutsch dialektgefärbt daherkommt, ist nicht richtig informiert und wer sich und sein Deutsch aufzuwerten glaubt, wenn er möglichst viele richtige deutsche Wörter und Begriffe durch Anglizismen ersetzt, ist ein bedauernswerter Dummkopf. Er nimmt sich Identität, Zugehörigkeit und selbstständiges Denken und Fühlen. In einem Wort, er beraubt sich seiner HEIMAT.</p>
<p>Ein weiteres Begriff, der aus dem Deutschen kommt und nur im Deutschen die volle Bedeutungsschwere ausstrahlt, ist das sich von HEIMAT ableitende HEIMWEH. Mit diesem HEIMWEH sind unter den vielen deutschsprachigen Ländern und Gegenden insbesondere wir in der Schweiz gesegnet, obwohl, oder vielleicht gerade weil die Schweiz ja viersprachiges Terrain ist. HEIMWEH war und ist nämlich seit dem 15. Jahrhundert als die SCHWEIZERKRANKEIT bekannt. Viele Jugendliche und junge Männer aus den ärmsten Gegenden der Eidgenossenschaft hatten keine Zukunftsperspektive, ausser sich als Mietsoldat, als Söldner – genannt Reisläufer – in den Dienst des meistbietenden Kriegsunternehmers zu begeben, um in der Fremde ihr Leben zu verdienen, indem sie es auf’s Spiel setzen. Ihre Kampfkraft und unglaubliche Zähigkeit waren legendär, ihre Grausamkeit und Brutalität berüchtigt. In Beidem übertrafen sie sogar die damals ebenfalls als unmenschliche Grobiane verrufenen Deutschen Landsknechte. Überliefert sind beispiellose Scheusslichkeiten dieser gnadenlosen Mietlinge – dass sie ihr Lederzeug mit Leichenfett frisch vom Schlachtfeld pflegten, ist vergleichsweise harmlos – und der Name SCHWEIZER war weit über die Zeit der Renaissance hinaus ein entsprechend entehrendes Schimpfwort in der damaligen Welt Europas. Dass aber ausgerechnet diese üblen Horden fern der Heimat, dem Ort eben wo sie herkamen, über die Massen an Heimweh litten, ist ebenfalls legendär. Noch bis ins frühe 19. Jahrhundert gab es Lieder, die den Schweizer Soldaten zu singen verboten war, da dieses Liedgut geeignet war, die Kämpfer mit unüberwindlichem Heimweh zu infizieren und sie zur Fahnenflucht zu zwingen.</p>
<p>Das Lied der Lieder in dieser Hinsicht, die eigentliche Schweizerhymne überhaupt, das auch heute noch elegisch süss-nostalgische Sehnsucht weckt und zu Tränen rührt, ist jene Moritat um das VRENELI AB EM GUGGISBÄRG. Ihr ärmlicher Geliebter vermeinte seinen reicheren Nebenbuhler im handgreiflichen Streit hingemordet zu haben und floh vor der Strafe in fremde Kriegsdienste. Als er erfährt, dass er damals nicht zum Mörder geworden, kehrt er heim, nur um erfahren zu müssen, dass das VRENELI an gebrochenem Herz gestorben war. Im Refrain wird auch ein rätselhafter SIMELIBÄRG beschworen, ein Umstand mehr, der anzeigt, dass sich in diesem Text mindestens zwei Ebenen überlagern.</p>
<p>Der seltsame Text und die nicht minder merkwürdige Melodie passen ihrer Struktur nach eher ins 15./16. als ins frühe 18. oder wie auch vermutet ins 17. Jahrhundert, in die Hochzeit somit der über 500 Jahre dauernden italienischen Kriege, deren Auswirkungen im Schicksal des modernen Europa immer noch zu spüren sind. In die Zeit also, in der die Eidgenossen das stolze Mailand eroberten und diesen geschichtsträchtigen Stadt-Staat, der unter Diokletian zeitweilig sogar Hauptstadt des Römischen Reiches war, für eine kurze Weile beherrschten. Dies im Übrigen in Konkurrenz mit den Armeen der damaligen Grossmächte, für die der Zankapfel Mailand ein wichtiges Moment im Kampf um die Kaiserkrone bedeutete. Schliesslich konnte der Habsburger Karl V. dieses Machtspiel gegen Franz I. von Frankreich und gegen Heinrich den VIII. von England für sich entscheiden.</p>
<p>Die älteren Ebenen in diesem geistesgeschichtlich phänomenalen Liedtext sind markiert durch die Namen VRENELI und SIMELIBÄRG. Die Verflechtungen in Zeit und Raum der vorchristlichen und christlichen Geistesgeschichte sind hier nur kurz anzumerken:<br>
VRENELI ist ja die Verkürzung von VERONIKA, was wiederum zurück geht auf VERON IKON, was WAHRES BILD bedeutet, womit das Schweisstuch Jesu (sudarium) gemeint ist. Dies im Kontrast zur zugehörigen Frau, deren Herkunft bis mindestens ins 5. Jahrtausend vor Christus zurückverfolgt werden kann, dort vor allem mit ISCHTAR zu verbinden ist, und schliesslich noch weiter zurück in die Zeit, als Gott eine Göttin war.</p>
<p>Die Überreste der GROSSEN GÖTTIN, die das Geheimnis des Lebens kannte und so aus sich selbst, gewissermassen jungfräulich, Leben hervorbringen konnte, sind vielzählig und im wesentlichen in einer christlich kirchlichen und einer neben diesem bestehenden kryptophaganen, also verborgen heidnischen, Verbildlichung zu erkennen.<br>
Da ist die erlaubte kirchliche Form nämlich MARIA als jungfräuliche (sic!) Mutter Gottes und daneben die ins Sagen‑, Legenden- und Märchenreich abgedrängte VUIVRE, DOPPELSCHWÄNZIGE NIXE, VERENA, AUROBOROS, SCHLANGE, DRACHE, HEXE, WEISE ALTE, WEISSE FRAU, und etliche andere mehr, die bisweilen mit Gänse- oder Greifenfüssen dargestellt erscheinen – so wie dies jahrtausendealte Bilder von ISCHTAR schon zeigen.</p>
<p>Allen diesen Wesen, die in christlicher Überstreichung ein Schattendasein fristen, ist eigen, das sie einen Schatz, meist ein Goldschatz, oft in Kugelform gegossen, hüten oder kennen, der tief in einem Berg – Sinnbild des fruchtbaren schwangeren Bauches – verborgen liegt. Die Christianisierung dieses heidnischen lebensspendenden Göttinenbauches erinnert an die christliche Camouflage der GÖTTIN als christliche SANCTA VERONIKA. Der Bauch-Berg nämlich der Schöpfergöttin der Urgeschichte wird zum SIMELIBÄRG, was soviel heisst wie SIMONSBERG. Gemeint ist natürlich SIMON PETRUS, SIMON DER FELS also, jener cholerische Apostel der Evangelien, der, trotz seines Verrates an CHRISTUS, von diesem selbst auserkoren wurde, die Kirche zu tragen: „du PETRUS, der Fels, auf dem ich meine Kirche baue“ sagt JESUS, und meint mit Kirche (ecclesia) ganz einfach die Gemeinschaft der Gläubigen.</p>
<p>Mit diesem eben anskizzierten Wissen, das an die doch auch sehr dunkle Zeit der Christianisierung erinnert, zurück zum SCHWEIZERLIED, dem GUGGISBÄRGER LIED, wie es auch genannt wird. Da schimmern dann zwischen den Zeilen und der Melodie und den Tränen Zusammenhänge auf, die niemals zu ergründen, sondern nur zu erahnen und zu erfühlen sind. Dinge, die wir halt alle irgendwie auch als die unseren erkennen – und die sich letztlich jeglicher Psychoanalyse und jedem archetypischen Verständnis entziehen.</p>
<p>Was hat all dies mit Mara’s Werk Nr15 HEIMAT zu tun? Mit diesem wohl kaum zufällig aus dem Werkraum Rahmenhandlung kommenden Werk, welches HEIMAT – und damit gleichermassen Schutz, Identität und Zwang – eisern UMRAHMT. Mit einem Werk, wo das Schweizerkreuz auf rotem Grund, die HEIMAT eben, im stahlgefalzten Rahmenwerk durch Stahlseile festgezurrt ein Bild gefangener Freiheit bzw. der Idee derselben darzustellen scheint? Mit einem Werk, wo die eigentliche Sichtweise sich allmählich und mit Ernüchterung durchsetzt, dass nämlich nicht die Heimat und was wir damit assoziieren von ominösen Mächten ins Gefängnis gezwungen wird, sondern dass die Heimat und die Ideen derselben das Zwangswerk selbst sind? Mit dieser Darstellung im Weiteren, wo sich die Freiheit ewig Zwang ist und sie sich selbst nur in den Zwang hinein zu überwinden vermag?</p>
<p>Meine Antwort ist im Effekt meiner obigen Ausführungen insofern gegeben, als ich eben nicht der deterministischen Wahrnehmung im Werk HEIMAT entgegentreten muss. Ich ziehe an einem Faden, dessen eines Ende im Begriff HEIMAT gegeben ist, und mein Ziehen erweist diesen Faden als einer eines unendlichen, kosmischen Netzes, das wunderbarer Weise Alles erfasst und verbindet, das gerade darin besteht, dass Jedes Jedem Widerspruch ist.</p>
<p>Die Leser dieser Zeilen sind nicht aufgefordert, möglichst viel Wissen zu äufnen – dies ist schlechterdings Bildungsblödsinn – sondern in Allem und hinter Allem mehr zu vermuten und vor allem sich nicht vor auftuenden Widersprüchen zu drücken, diesen wohltuende Erklärungslügen aufzupfropfen, um das Leben ruhig leidend verschlafen zu können. Offene und stetig suchende Wahrnehmung allein ist das weisse Pferd im schrecklich-schönen Märchen des Lebens. (<a href="https://www.wachsdum.ch/intro/blog-kunst-wach/galerie/werkraum-rahmenhandlung/nr15-heimat/">zum Werk</a>)</p>
<p>Jan 2015, <a title="mehr zu W. Studer" href="https://www.wachsdum.ch/4405/lyrik-gegen-den-wahn/#zu-ueber-den-gastautor">W.&nbsp;Studer</a></p>
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