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	<title>Walter Studer - kunst &amp; wach</title>
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	<description>kunstwerken und wachstumswahn</description>
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	<title>Walter Studer - kunst &amp; wach</title>
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		<title>Daniel und die Decke der Oberflächlichkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mara]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2022 12:27:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(stu)&#160;Wieder einmal mehr, bzw. schon wieder, macht es uns der Serien-Kunstwerker und Lusttäter im Kunstschaffen mit seiner Nr75 trotz vielseitiger und kluger Ausdeutung des eigenen Kunstwerkens nicht leicht — und das ist gut so und letztlich unumgänglich. Denn das wirklich Künstlerische ist — in welcher Form es sich auch immer ausdrückt — nie leicht, selbst ... <a class="excerpt-readmore" href="https://www.wachsdum.ch/23856/daniel-und-decke-der-oberflaechlichkeit/">Read More</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16174" style="width: 1150px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.wachsdum.ch/galerie/werkraum-rahmenhandlung/nr75-geoeffnet/"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-16174" class="wp-image-16174 size-full" src="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr75_Geöffnet_006-1-e1455123390311.jpg" alt="Nr75 Geöffnet" width="1140" height="641" srcset="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr75_Geöffnet_006-1-e1455123390311.jpg 1140w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr75_Geöffnet_006-1-e1455123390311-150x84.jpg 150w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr75_Geöffnet_006-1-e1455123390311-800x450.jpg 800w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr75_Geöffnet_006-1-e1455123390311-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1140px) 100vw, 1140px"></a><p id="caption-attachment-16174" class="wp-caption-text">Nr75 Geöffnet</p></div>
<p><a href="https://www.wachsdum.ch/4405/lyrik-gegen-den-wahn/#zu-ueber-den-gastautor">(stu)</a>&nbsp;Wieder einmal mehr, bzw. schon wieder, macht es uns der Serien-Kunstwerker und Lusttäter im Kunstschaffen mit seiner Nr75 trotz vielseitiger und kluger Ausdeutung des eigenen Kunstwerkens nicht leicht — und das ist gut so und letztlich unumgänglich. Denn das wirklich Künstlerische ist — in welcher Form es sich auch immer ausdrückt — nie leicht, selbst dann nicht, wenn es sich der Form der Leichtigkeit bedient, sich also darin abbildet und darin zeigt.&nbsp;Und dann auch gleich noch dies ins Stammbuch der Besucher und Besucherinnen dieser Website: Mara betrachtet die Kirche grundsätzlich nicht als ein Konfessionsaffiner und seine Religio — heute nennt man dies etwas ungenau “Spiritualität” — ist transkonfessionell. Dennoch, oder gerade deswegen ist ihm die christliche Kirche nicht gleichgültig, im Gegenteil. Er erkennt und anerkennt die Kirche als von fundamentaler sozialer Relevanz.</p>
<p>Allerdings hat er weniger die Kirche als ECCLESIA, als GEMEINSCHAFT DER GLÄUBIGEN im Auge. Ihm ist die Kirche geistliche und nicht materielle AUTORITÄT, die nicht nur gibt, sondern auch fordert — Demut im Glauben zum Beispiel, denn nur so kann diese Institution ihren Gläubigen jene Sicherheit der Seele und des Gemütes geben, die der Konfession, dem Glaubensbekenntnis nämlich, durch deren zu Grunde gelegte Schriftlichkeit, der Bibel mit altem und neuem Testament, zugeordnet ist.&nbsp;Was auf Anhieb fast als dem Literalismus, dem Buchstabenglauben nahe, aufstossen könnte, hat zwar, wie gesagt, nicht die demokratische Dynamik einer modernen Glaubensgemeinschaft zum Thema, die — wie Mara mit etlichen Beispielen zeigt — zur Zeit zunehmend meint, in die Richtung merkantiler Anbiederung auf ebenfalls zunehmend bildungs- und sogar inhaltsfernem Niveau sich anpassen zu müssen<span id="more-23856"></span>.</p>
<p>Natürlich kann weder der Kunstwerker noch der Autor dieses Kommentars hier eine das Thema erschöpfende Diskussion mit sicheren Antworten “zum nach Hause nehmen” führen. Dies haben seit der Antike Millionen von Traktaten und Bücher nicht geschafft und es ist auch fürder hin nicht von einer diesbezüglichen Klimax auszugehen, denn wirklicher Glaube und Religio sind jenseits jeglicher Antwort und wenn wir bisweilen oder überhaupt je nur einen Hauch des Lebens- und Seinsrätsels verspüren, sind wir privilegiert. Denn genau dort beginnt die, demokratisch und mit eher seichter Unterhaltung in keiner Weise verhandelbare, sogenannte Spiritualität, deren erstes Gebot heisst: MICH KANN MAN NICHT KAUFEN.</p>
<p>Auf das Werk Nr75 von Mara bezogen heisst dies etwa: Wenn man die Holy Spirit-Bohnen in der Büchse nur noch materiell konsumiert, sind sie bald gegessen und sie werden unwiederbringlich den Weg aller Materialität gegangen sein. Und es wird gewiss nichts nützen, dieses Manko, dieses Loch im Geist mit Geld, Brot und Spielen stopfen zu wollen. Wie sagte doch unter anderem jener JEHUSCHA, oder bei uns JESUS geheissene Meister oder Lehrer oder eben Rabbi, der zornig die Händler aus dem Tempelbereich vertrieb, der betonte, dass eher ein Kamel durch ein Nadelör als ein Reicher (gemeint ist damit der materialistische Geldmensch) in den Himmel komme und der aber gleichwohl auch präzisierte und bezüglich Geld und Steuer forderte, dass man dem Kaiser geben solle, was des Kaisers ist usw.? Er sagte: MEIN REICH IST NICHT VON DIESER WELT.</p>
<p>Wenn also Kirche, dann eine, die sich und den Meister aller Meister ernst nimmt und sich nicht schamlos der Angst vor der Schrumpfung und den momentan zunehmend leeren Kirchen beugt und meint, sich nach der DECKE DER OBERFLÄCHLICHKEIT strecken zu müssen. Sie, also diese sich auf verlorenem Posten glaubende Kirche, ist nicht die des Kunstwerkers und sie täte gut daran, sich ein Beispiel am DANIEL IN DER LÖWENGRUBE des alten Testamentes zu nehmen.</p>
<p>Feb 2016, <a href="https://www.wachsdum.ch/4405/lyrik-gegen-den-wahn/#zu-ueber-den-gastautor">W. Studer</a></p>
<p>________________________________<br>
Zum Werk <a href="https://www.wachsdum.ch/galerie/werkraum-rahmenhandlung/nr75-geoeffnet/">&lt;Nr75 Geöffnet&gt;</a>&nbsp;mit weiteren Bildern, Werkdaten und Klassifikation</p>
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		<title>Oder so…</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mara]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2022 13:26:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkateg - kunst & wach]]></category>
		<category><![CDATA[kunst & wach]]></category>
		<category><![CDATA[Werk]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Studer]]></category>
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					<description><![CDATA[(stu)&#160;Das neue Werk des Kunstwerkers ist einmal mehr ein schönes Stück aus der Zauberkiste der gepflegten Bürgerlichkeit. Und der Kunstwerker legt Wert darauf, genau diese Oberfläche der wahrnehmenden Betrachtung anzubieten, als wär der EIN(S)FALL ein harmlos apolitisch gewichtetes AMUSE YEUX. Eine Biederkunst, ein Geranium auf dem Balkon des Kunstschaffens und ein bildgewordenes Augenzwinkern all jenen, ... <a class="excerpt-readmore" href="https://www.wachsdum.ch/23844/oder-so/">Read More</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_14676" style="width: 1150px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.wachsdum.ch/galerie/werkraum-deutung/nr70-einfall/"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-14676" class="wp-image-14676 size-full" src="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr70Einfall_006.jpg" alt="Nr70 EIN(S)FALL" width="1140" height="760" srcset="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr70Einfall_006.jpg 1140w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr70Einfall_006-150x100.jpg 150w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr70Einfall_006-800x533.jpg 800w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr70Einfall_006-1440x960.jpg 1440w" sizes="(max-width: 1140px) 100vw, 1140px"></a><p id="caption-attachment-14676" class="wp-caption-text">Nr70 EIN(S)FALL</p></div>
<p><a href="https://www.wachsdum.ch/4405/lyrik-gegen-den-wahn/#zu-ueber-den-gastautor">(stu)</a>&nbsp;Das neue Werk des Kunstwerkers ist einmal mehr ein schönes Stück aus der Zauberkiste der gepflegten Bürgerlichkeit. Und der Kunstwerker legt Wert darauf, genau diese Oberfläche der wahrnehmenden Betrachtung anzubieten, als wär der EIN(S)FALL ein harmlos apolitisch gewichtetes AMUSE YEUX. Eine Biederkunst, ein Geranium auf dem Balkon des Kunstschaffens und ein bildgewordenes Augenzwinkern all jenen, die zwar früh lächeln, aber spät oder nie hinter die Dinge zu sehen vermögen.</p>
<p>Da ist der gepflegt ausgependelte Graukeil, der vom Weiss der EINS zum Gravitgrau der Sockelplatte die Sinne beruhigt. Da ist das kleine rote Rechteck, das in die eine Ecke des Rechtecks der Basisplatte tendiert — ohne dass wir je eine Erklärung dafür finden könnten, ausser die eine gestalterische Wahrheit, dass eben dieses Rote einen gefälligen Kontrast und ein dramaturgisches Rätsel ergibt.<span id="more-23844"></span></p>
<p>Ohnehin ist nicht ganz sicher, ob wir es hier mit einer Art Kleinplastik, einer Bastelei als Skulptur oder einer Installation zu tun haben. In Wahrheit ist es eine Inszenierung von Farbe, Form und dadaistischem Kalauern bzw. KUNSTSPRECH, wie es der Kunstwerker andernorts akzentuierend, aber — wie bei ihm üblich — nicht erläuternd, einführt.</p>
<p>Möglich und natürlich beabsichtigt ist die Evokation von Assoziationsketten in Bereich von Farbe, Form und Sprache, die den Radius des vorliegenden Kunstwerkes, dem EIN(S)FALL im Sinne des Autors zum räumlich-denkerischen und somit auch dynamischen GROSSEREIGNISS generiert.</p>
<p>Es ist also vollständig richtig, alles im EIN(S)FALL verwirklicht zu sehen, was uns in den Sinn kommt, was unser Denken beschäftigt hält und was dieses sich erklären lässt. Sie verstehen richtig, wenn sie erkennen, dass wir selbst zum künstlerischen Tun und denken verleitet werden sollen. Es ist dem Kunstwerker, der hier eigentlich zum Alchemisten wird, vollständig egal was wir sehen und erschaffen und herauslösen aus dem, was wir vermeintlich als Wirklichkeit begreifen möchten. In der Tat können die zur Künstlerschaft angeleiteten, also alle, die sich mit diesem Werk beschäftigen, von der symbolisch zeitgeschichtlich begriffenen Guillotinieren der Welt, des Einzelnen, der Kultur oder was auch immer, bis hin zum dadaistisch und postkubistisch ausgeführten Abstraktion eines Graupapageien, dessen Farbigkeit und — vergegenwärtigt man sich den Haken der fallenden EINS — und Form Mara im vorliegenden Werk umgesetzt haben mag. Ob gepflegte apokalyptische Endsicht oder mengentheoretische Basisgleichung; ob gesellschaftspolitisch eingefrorener Fall der sogenannten Ersten Welt oder tiefenpsychologisch autotherapeutisches Sehnsuchtswerk ausgeführt als freudianisches Phallustheorem. All dies und fast unendlich Vieles mehr wird angesichts des EIN(S)FALL geschaffen, um also gleich verworfen und ersetzt zu werden und es wird als solches nicht wirklich bedeutend sein. Allerdings wird unsere jeweilige Assoziationsarchitektur auf bzw. innerhalb dessen gebaut sein, was Mara als RAHMEN meint. Das bedeutet ganz einfach, dass die Betrachter ihren eigenen RAHMEN sich sichtbar machen und zugleich erkennen, dass insgesamt eine RAHMENHANDLUNG vorliegt, ob wir nun wollen oder&nbsp;nicht.</p>
<p>Diese deterministische Grenzerfahrung ist nicht leicht zu goutieren — aber nehmen wir es mit Humor, denn immerhin betrifft es uns allesamt, also auch den Kunstwerker selbst. Existenziell gesehen, sind WIR ALLE RAHMEN UND RAHMENHANDLUNG UNSERER SELBST — der Kunstwerker also ein Sklave seines Kunstwerkens — oder&nbsp;so…</p>
<p>Nov 2015, <a href="https://www.wachsdum.ch/4405/lyrik-gegen-den-wahn/#zu-ueber-den-gastautor">W. Studer</a></p>
<p>________________________________<br>
Zum Werk <a href="https://www.wachsdum.ch/galerie/werkraum-deutung/nr70-einfall/">&lt;Nr70 EIN(S)FALL&gt;</a>&nbsp;mit weiteren Bildern, Werkdaten und Klassifikation</p>
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		<title>Es war mir eine Ehre</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mara]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2022 15:07:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[tempora et mores]]></category>
		<category><![CDATA[kunst & wach]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Es nimmt der Augenblick, was Jahre geben Walter Studer, 09. September 1948 – 29. Januar 2022 Auf Deiner Reise in die Ewigkeit, ein letzter Gruß mein Freund. Deinen allerersten Kommentar zu einem meiner Werke, eine gute lange Zeit ist’s her, bat ich zu kürzen und weniger verschachtelt zu überarbeiten – zum Glück mit wenig ... <a class="excerpt-readmore" href="https://www.wachsdum.ch/23777/es-war-mir-eine-ehre/">Read More</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_23784" style="width: 1150px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-23784" class="wp-image-23784 size-full" src="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Walter_schmal_WaZei_001.jpg" alt="W. Studer" width="1140" height="514" srcset="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Walter_schmal_WaZei_001.jpg 1140w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Walter_schmal_WaZei_001-150x68.jpg 150w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Walter_schmal_WaZei_001-800x361.jpg 800w, https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Walter_schmal_WaZei_001-768x346.jpg 768w" sizes="(max-width: 1140px) 100vw, 1140px"><p id="caption-attachment-23784" class="wp-caption-text">Disentis, 2015</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Es nimmt der Augenblick, was Jahre geben</h3>
<p><strong>Walter Studer, 09. September 1948 – 29. Januar 2022</strong></p>
<p>Auf Deiner Reise in die Ewigkeit, ein letzter Gruß mein Freund. Deinen allerersten Kommentar zu einem meiner Werke, eine gute lange Zeit ist’s her, bat ich zu kürzen und weniger verschachtelt zu überarbeiten – zum Glück mit wenig Erfolg. Welch ein Verlust, hätte ich weiter darauf bestanden! Eine Lizenz zum Freiflug ohne Bodenkontrolle war geboten für den Freigeist der geistigen Höhenflüge und – ich tat gut daran, sie Dir fortan zu geben: Mit sprachlicher Eloquenz und einem schier unerschöpflichen historischen Background hast Du in der Folge den Kunstwerker und die Besucher von <em>kunst &amp; wach</em> mit deinen Werksanalysen und ‑Interpretationen über viele kreative Jahre gleichermassen bezaubert, berührt und geistig beflügelt…</p>
<p>Ich wollte dir noch so viele Werke anvertrauen — jetzt ist es viel zu früh zu spät. Um Dir dein letztes Highlight — die Reproduktion des Nr123 BLASENTEE durch <a href="https://youtu.be/xJqU4eIK2Pg?si=8ZvT7nUuAC9KFtqf">Radio München</a> am 25. Januar — noch anhören zu können, war Deine Atmung bereits zu schwach…</p>
<p>Herr – gib Acht auf ihn. Und auf Eliane…<br>
Mara</p>
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		<title>Stacheldraht Papiertiger und Biedermänner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mara]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Nov 2021 08:44:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkateg - kunst & wach]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[kunst & wach]]></category>
		<category><![CDATA[Werk]]></category>
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					<description><![CDATA[(stu)&#160;100&#160;Meter soliden und neuen Stacheldrahtes zur Rolle gewickelt und zum Zylinder hochgestellt, als wärs ein Suppentopf. Aber nein! Hier heisst es nicht: “Es ist angerichtet!” sondern viel mehr: “Es ist angestachelt!” und auch wenn man den Eindruck haben könnte, dass der Kunstwerker zwar nicht auf den Hund sondern eben auf den Stacheldraht gekommen sei — ... <a class="excerpt-readmore" href="https://www.wachsdum.ch/23407/stacheldraht-papiertiger-und-biedermaenner/">Read More</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_14275" style="width: 1150px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.wachsdum.ch/galerie/werkraum-deutung/nr68-angestachelt/"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-14275" class="wp-image-14275 size-full" src="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr68_Angestachelt_010-e1444315278868.jpg" alt="Nr68 Angestachelt" width="1140" height="760"></a><p id="caption-attachment-14275" class="wp-caption-text">Nr68 Angestachelt</p></div>
<p>(<a href="https://www.wachsdum.ch/4405/lyrik-gegen-den-wahn/#zu-ueber-den-gastautor">stu</a>)&nbsp;100&nbsp;Meter soliden und neuen Stacheldrahtes zur Rolle gewickelt und zum Zylinder hochgestellt, als wärs ein Suppentopf. Aber nein! Hier heisst es nicht: “Es ist angerichtet!” sondern viel mehr: “Es ist angestachelt!” und auch wenn man den Eindruck haben könnte, dass der Kunstwerker zwar nicht auf den Hund sondern eben auf den Stacheldraht gekommen sei — tatsächlich ist Nummer 68 bereits das zweite Werk stacheldrahtiger Phänomenologie — hat es sich Mara nicht leicht gemacht. Denn seine Materialwahl ist im thematischen Kontext zwingend, weil Aussage, Programm und Ikonologie in Einem. Mir hat es der kryptopolitische Konzeptkünstler Mara, der sich als Kunstwerker versteht, auch nicht leicht gemacht — mit diesem brisanten Thema, das sinnvoll nur mit der Inanspruchnahme&nbsp; von mehr Platz als üblich kommentiert werden&nbsp;kann<span id="more-23407"></span>.</p>
<p>Als Inspiration für sein Kunstwerk und ganz klar auch uns als solche angetragen, verweist Mara auf die Eingangs zitierte Warnung von Ulli Kulke, der — alarmiert von der allgemeinen Ignoranz der westlich-christlichen ersten Welt gegenüber den gefährlich militanten Hetztiraden gegen die Christen und den Westen der islamischen vorwiegend der dritten Welt angehörenden Propagandisten auf dem Vehikel des Islam, was im Umfeld des Islam Pogromen gegen die dort ansässigen Christen zur Folge hat.&nbsp;Pogrome die einerseits absolut gegen das Gebot der Religionsfreiheit im Islam verstossen — die islamische Theologie und Weisheitslehre begründet diese Religionsfreiheit seit altersher damit, das Allah, wenn er nur den Islam gewollt hätte, dies auch so geschaffen hätte. Pogrome und Hetzerei, die andererseits dem Westen seit Jahrhunderten bekannt sind — waren doch die Christen selbst in dieser Sparte des Hetzens und Schlachtens Andersgläubiger noch bis ins 19. Jahrhundert die überragenden Meister — die aber die jüngste Geschichte und die Gegenwart tunlichst verschweigt. Selbst oppositionellsten Kreisen und deren Medien sind diese Verbrechen von Extremisten und breiten Kreisen der Bevölkerung und den Regierungen in islamischen Ländern ein Tabu. Warum eigentlich? Warum werden die wenigen Warnenden wie der genannte Ulli Kulke oder erst recht Schwerstgewichte was Kompetenz betrifft wie der weit herum geächtet verstorbene Peter Scholl Latour als Falken oder gar als rechtslastige Fremden-Hetzer oder als komische und geistig behinderte Figuren diffamiert und lächerlich gemacht? Diese Warnung und zweifelsfrei gerechtfertigte Klage von Ulli Kulke steht natürlich im Zusammenhang mit den zunehmend im Millionenbereich zu zählenden Flüchtlingen aus vorwiegend eben gerade diesen Brandherden der irrationalsten Christenhetze und Christenverfolgung. Es ist klar, dass es europaweit keinerlei griffige, nachhaltige und billige bzw. auf Dauer im ohnehin schon sozial unverträglich liberal tiefbesteuerten Bereich bezahlbare Konzepte gibt mit denen Massen von Migranten assimiliert werden können. Es handelt sich um Migranten, die auch Wünsche äussern und deren Leumund und Gesinnung und deren Grad politisch-religiöser Militanz, ja sogar deren zivile Identität in der Regel überhaupt nicht festgestellt werden kann. Es ist selbst den Gutmeinendsten in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Exekutiven, Sozialinstitutionen und der allgemeinen Bevölkerung — und wer will den Flüchtlingen nicht helfen — mindestens im Hinterkopf klar, dass wir innert nützlicher Frist die Heerscharen von in keinerlei Beziehung mit den Gegebenheiten der westlichen Welt zu vereinigenden Flüchtlinge, die mehrheitlich bereits vor ihrer Ankunft bei uns als Parallelgesellschaften formiert sind — mit dem überdies nicht wegzudiskutierenden Potential zur Mehrheitsbildung — nicht wirklich in unsere kulturell und ökonomisch und sozial höchst sensiblen Staaten aufnehmen können. In eine nota bene selbst in ihrem allfälligen Atheismus christlich und aufklärerisch geprägte europäische Welt, die den pathologischen altorientalischen Frauenhass — den auch das Christentum zu überwinden hatte — keinesfalls dulden kann. Zur Erinnerung: In den islamischen Stammländern der Immigranten werden Frauen, entgegen übrigens wiederum den Vorschriften des Korans, traditionsgemäss verhüllt und ebenfalls entgegen dem Koran in der persönlichen Entwicklung systematisch unterdrückt und ebenfalls entgegen dem Koran in gewissen Gegenden sogar geschlechtlich beschnitten, das heisst in traumatischer Weise körperlich und seelisch-geistig übelst verstümmelt.</p>
<p>Natürlich gibt es historische Altlasten aus der Zeit des imperialistischen Kolonialismus und leider auch gegenwärtige, oft verbrecherische und mindestens am Rande einer im übrigen fragwürdigen westlich gewichteten Legalität operierende ökonomisch-institutionelle Fehlleistungen und Mächte, wie etwa die Ausbeutung besagter Länder über Rohstoffkonzerne, Waffenhandel, Agrar-Bodenspekulation, Patente auf Basis-Sämereien und Basis-Medikamenten, Wasserrechte, Hedge-Fonds und anderes mehr. All dies im übrigen ohne die Einhaltung auch nur der geringsten Sozial- und Umwelstandards! Vergessen wir ebenfalls nicht den nach wie vor nicht ausgerotteten Hunger in der Welt im Kontrast zu unserer wachstumsgeilen übersättigt hedonistischen Konsumgesellschaft, die mit der Hälfte dessen was sie an Nahrungsmittel wegwirft den Hunger in der Welt für immer stillen könnte. Vergessen wir auch nicht die auf Grund unseres ungebremsten Ölhungers weltweit geschützten radikalislamischen Diktaturen wie etwa die Emirate, die ihresgleichen selbst in der europäischen Antike und Mittelalter kaum zu finden&nbsp;sind.</p>
<p>Mit all dem endlich aufzuräumen ist ein absolutes Muss. Unterlässt man diese Korrekturen, sind alle Pläne der EU und der ersten Welt die Migrationgsströme zu assimilieren und zum Versiegen zu bringen lediglich Papiertiger.</p>
<p>Berechtigt nun diese Art der Unterdrückung und Ausbeutung der dritten Welt durch unsere, durch die erste Welt die derzeitig kultivierte POLITICAL CORRECTNES der absoluten ZENSUR und WAHRNEHMUNGSBLÖDHEIT und der FALSCH VERSTANDENEN MENSCHLICHKEIT die nicht nur von der politischen sondern auch der intellektuellen und kulturellen Kaste dieser ersten Welt weitestgehend mitgetragen&nbsp;wird?</p>
<p>Nein! Im Gegenteil! Denn unser Europa, das Europa der EU in Vereinigung mit den wenigen nicht EU zugehörigen aber dennoch europäischen Staaten, wie vor allem der Schweiz, ist insgesamt gerechnet die grösste Wirtschaftsmacht der Welt, und Europa ist das Stammland&nbsp; der westlichen hochentwickelten Kulturen und deren Einflussgebiete, und Stammland der Leitkultur weltweit. Diese ökonomische und kulturelle Welt-Macht Europa hat eine entsprechende Verantwortung und — gerade wenn sie helfen will — die Pflicht sich und seine demokratisch-aufklärerischen Ideale zu schützen. Europa braucht eine agile Aussenpolitik und die finanziellen und militärischen Mittel, diese nachhaltig, nämlich zum Nutzen aller Beteiligten, durchzusetzen — und zwar auch vor Ort. Vor allem aber braucht Europa ein starkes Selbstbewusstsein und den entsprechenden, wenn nötig aggressiven Selbsterhaltungstrieb. Mit devoter Anbiederung und Anpassung an primitiv-islamistische Flüchtlinge und deren Schleppermafia und den meist unrealistisch überspannten Ansprüchen dieser fehlgeleiteten jedoch tatsächlich hilfsbedürftigen Entwurzelten ist der Katastrophe Tür und Tor geöffnet. Mit blindem Optimismus die Arme öffnen und so tun als sei die Integration von vorwiegend schlecht ausgebildeten jungen Männer aus bildungsfernen islamisch bis islamistisch geprägten Heimatländern in einen mindestens angespannten und den Ankömmlingen weitgehend nicht adäquaten und ohnehin brutal liberalisierten Arbeitsmarkt eine Sache des guten Willens, der privaten Initiative und der Menschlichkeit, ist letztlich eine explosive und konzeptionslos dumme Lügerei. Es ist eben dies jene Augenwischerei, die sich bei näherem Hinsehen als biedermännische Brandstifterei im ganz grossen Stil entlarvt. Wem nützt’s? Auf Dauer gewiss Niemandem — nicht einmal jenen Politiker, die sich jetzt plötzlich ein überaus grosses und weit offenes Herz zugelegt haben, um dann wenig später, beim Durchbruch des Scheiterns die Hände in Unschuld waschen zu können — wie weiland der biblische Prokurator von Jerusalem, Pontius Pilatus.</p>
<p>Okt 2015, <a title="mehr zu W. Studer" href="https://www.wachsdum.ch/4405/lyrik-gegen-den-wahn/#zu-ueber-den-gastautor">W.&nbsp;Studer</a></p>
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<a href="https://www.wachsdum.ch/galerie/werkraum-deutung/nr68-angestachelt">zur Werkseite von &lt; NR68 ANGESTACHELT &gt;</a> mit weiteren Bildern, Werkdaten und Klassifikation</p>
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		<title>Zurück in die Zukunft der Blau-Wahrnehmung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mara]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2020 08:08:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(stu)&#160;Eine seltsam elegant dahin drehende Stacheldraht-Spirale, die wie ein Modell im Maßstab 1:100 eines Tornados allein schon daher Ungutes ahnen lässt und die auf dem üblichen Podest des Kunstwerkers je nach Lichteinfall merkwürdige und unheimelige Schatten wirft, die uns diffus an schreckliche nur schlecht verdrängte Bilder mahnt, und die uns trotz ihrer tänzerische Dynamik wegen ... <a class="excerpt-readmore" href="https://www.wachsdum.ch/22278/zurueck-in-die-zukunft-der-blau-wahrnehmung/">Read More</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_12860" style="width: 1150px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.wachsdum.ch/galerie/werkraum-rahmenhandlung/nr65-schweigespirale/"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-12860" class="wp-image-12860 size-full" src="https://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/Nr65_Schweigespirale_011-e1444315452123.jpg" alt="Nr65 Schweigespirale" width="1140" height="760"></a><p id="caption-attachment-12860" class="wp-caption-text">Nr65 Schweigespirale</p></div>
<p>(<a href="https://www.wachsdum.ch/4405/lyrik-gegen-den-wahn/#zu-ueber-den-gastautor">stu</a>)&nbsp;Eine seltsam elegant dahin drehende Stacheldraht-Spirale, die wie ein Modell im Maßstab 1:100 eines Tornados allein schon daher Ungutes ahnen lässt und die auf dem üblichen Podest des Kunstwerkers je nach Lichteinfall merkwürdige und unheimelige Schatten wirft, die uns diffus an schreckliche nur schlecht verdrängte Bilder mahnt, und die uns trotz ihrer tänzerische Dynamik wegen ihrer Stacheln zurückschrecken lässt.</p>
<p>Es ist dies die fast naive und auf jeden Fall unmittelbar authentisch, quasi der Jugendkultur gleich, wirkende Umsetzung der in wissenschaftlichen Arbeit von E. Noelle-Neumann definierten SCHWEIGESPIRALE, die ebenso exakt und menschlich und künstlerisch besser, nämlich in gefühlstiefer Wahrnehmung im Werk von Heinrich Mann “der Untertan” und in Alberto Moravias “Il conformista”, in nicht zu überbietender Differenziertheit und in einer kaum zu ignorierenden ewigen Aktualität längst zum literarischen Denkmal geworden ist.</p>
<p>Dem Kunstwerker ist dieser Stoff, dieses Urphänomen in einer ihm nur scheinbar paradoxal fröhliche Gelassenheit auslösenden Intensität stetig nahe. Es gibt nichts, an dem er diese Leidigkeit nicht ermessen würde. Aber seiner unmittelbaren Erkenntnis dieses die Menschheit seit jeher mit-definierenden Wesenszuges folgt die Weisheit des frohen Mutes. Diese seine, jeglicher Depression ferne Sicht ist das Fundament aller seiner Werke und wohl auch seines ärztlichen Wirkens. Bezeichnenderweise erinnert die Stachelspirale an die DORNENKRONE und es scheint, als hätte Mara diese Krone auseinandergezogen dargestellt, um deren Tatsächlichkeit in jeder ihrer Windungen, vom Kleinen ins Unendliche und Unbestimmte, quasi wissenschaftlich aufgegliedert darzubieten.</p>
<p><span id="more-22278"></span></p>
<p>Kommen wir nun zu dieser SCHWEIGESPIRALE, kommen wir zu Maxli, der zusammen mit dem etwas älteren Vreneli, den Himmel betrachtet. Vreneli behauptet, der Himmel sei rosa. Maxli, dem die Farbe des sommerlichen und wolkenlosen Nachmittagshimmel durchaus als blau vorkommt, beeilt sich aber nach kurzem Nachdenken zu bestätigen, was die “Chefin” sagt: Ja, der Himmel ist rosa! Was auf dieser Ebene noch als schlaue Vermeidung von Sanktion erscheint, wird spätestens bei Max bereits so weit verinnerlicht sein, dass es ihm selbst nicht mehr bewusst ist. Max ist denn auch jener ideale Gehorsamsneurotiker, der sich die meiste Zeit als bedacht und weitsichtig wahrnimmt, der von sich glaubt, ein idealer Bürger zu sein und der in seiner Pflichterfüllung als Untergebener oder als Vorgesetzter bis zur offenen und kompensatorisch narzisstischen Unmenschlichkeit radikal sein wird. Max und sein weibliches Gegenstück, das es selbstverständlich auch gibt, sind der Stoff aus dem das Podest der Macht besteht, und es ist völlig egal ob dieses Monstrum wirtschaftlicher, militärischer, politisch, religiös-konfessioneller, esoterischer, wissenschaftlicher, partnerschaftlicher, sexueller usw. Ausprägung ist, die Maxen dieser Welt sind immer gerne und übereifrig dabei, sich für die Macht in die Brust oder in den Waffenrock zu werfen, um gnadenlos niederzumachen, was widerborstig genug ist, sie möglicherweise daran zu erinnern, dass auch in ihnen selbst noch immer jener verschüchterte Maxli gefangengesetzt verharrt.</p>
<p>Kann Max geheilt werden,? Wird Max dereinst zu einem, der die SCHWEIGESPIRALE zu verlassen im Stande ist, bevor er jemandes Unheil lauthals als Heil zu deklarieren gezwungen wird oder gar gerne dazu bereit ist? Wird Max, werden wir uns QUERDENKEND vom aufoktroyierten Vollzugsgehilfen-Dasein FREIDENKEN — und dies auf Dauer? Was fast unmöglich scheint, ist eigentlich fast ein Kinderspiel: Werden wir Kinder und starten wir noch einmal. Das bedeutet nicht kollektive Reinfantilisierung, sondern die Wiedergeburt der reinen BLAU-WAHRNEHMUNG. Wagen wir das Wagnis des Denkens und Fühlens ausserhalb jeglicher Vorschriften auf dem Spielplatz jenes Lebens, das unseres ist, und beginnen wir endlich statt zu schweigen zu reden. Nehmen wir in Kauf auch mal das Falsche, das Peinliche und das Unkluge herausbrechen zu lassen. Man kann sich in der Bewegung des Redens verändern, erneuern und klüger werden — und, ja, ist Ihnen nicht auch schon aufgefallen, dass jene stillen Wasser, die so überaus tief gründen sollen, zum überwiegenden Teil langweilige Flachwasser sind?</p>
<p>Sep 2015, <a title="mehr zu W. Studer" href="https://www.wachsdum.ch/4405/lyrik-gegen-den-wahn/#zu-ueber-den-gastautor">W.&nbsp;Studer</a></p>
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