Wie faule Hunde Grundbesitzer werden

Prolog zum Werk Nr81

Nr81 Grund­be­sit­zer

Wahre Worte sind nicht immer schön, schöne Worte sind nicht immer wahr. Ein­mal mehr soll hier im Werk­raum Deu­tung der Spra­che auf den Grund gegan­gen wer­den ohne Rück­sicht auf sprach­li­che Cor­rect­ness: Denn streng wört­lich und zah­len­mäs­sig genom­men ist nun mal der typi­sche Grund­be­sit­zer ein fau­ler Hund, der sei­nen Hin­tern nicht hebt! Sie sind empört […]

 

H A I K U

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WAHR­HEIT?

Die­ser Hund macht Sitz
jener wedelt mit dem Schwanz
beide arbei­ten

WOH­RED?

Dä Hung död macht Sitz
deine wäd­led mid em Schwanz
Beid diöi nume schaffe

© W. Stu­der

 

Von Rittern und Drachen

Aus der Serie «Sprachperlen»

Nr18 Rah­men­hand­lung 5

(stu) Je zwei des vier­zehn Buch­staben umfas­senden Wor­tes RAH­MEN­HAND­LUNG in iden­ti­sche Rah­men sinn­ge­mäss hin­ter­ein­ander gesetzt und mit je einer optisch als Fuss­note ins Bild gesetz­ten spe­zi­fi­schen Rah­men­hand­lung erge­ben sie­ben Ein­zel­bilder die, zum waag­rechten Gan­zen gefügt, die­ses Werk Maras aus­ma­chen. Die klar­li­nige Ästhe­tik – das Werk könnte ohne Wei­teres im Design-Laden, Bank­foyer, im Archi­tek­tur­büro oder im Leh­rer­zimmer etc. hän­gen – ver­hält sich aller­dings zum Inhalt wie der Schafs­pelz zum Wolf. […]

 

Sind Sie integriert?

Prolog zum Werk Nr80

Nr80 Gegensatz 4

Nr80 Gegen­satz 4

Es gehört zur Para­do­xie des umstands­los domi­nant gesetz­ten Uni­ver­sa­lis­mus, dass in der Will­kom­mens­kul­tur auch der sozio­kul­tu­rell Frem­deste auf nahezu gren­zen­lo­ses Ver­ständ­nis ver­trauen kann, wäh­rend die Lands­leute, die sich jenem Kult wider­set­zen und tra­dierte Lebens­for­men pfle­gen möch­ten, als kaum noch inte­gra­ti­ons­fä­hige Zeit­ge­nos­sen erschei­nen.”

- Heri­bert Sei­fert, NZZ 14. Mai 2016

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Ich freue mich, Ihnen ein wei­te­res Werk […]

 

Neid leuchtet

Aus der Serie «Sprachperlen»

Nr38 Randständige

Nr38 Rand­stän­dige

(stu) Als wär’s ein selt­sames und kostbar-anrü­chiges Expo­nat in einem Museum des ana­ly­tisch aber letzt­lich trotz­dem unver­ständ­lich dar­ge­stellten Wahn­sinns, in einer ewi­gen und all­um­fas­senden Samm­lung his­to­risch-eth­no­lo­gisch-sozi­o­psy­cho­lo­gi­scher Para­digmen, im Kabi­nett des über­wirk­lich Wirk­li­chen und brav ein­ge­füllt in einer den übli­chen Sockel des Kunst­wer­kers krö­nenden Scha­tulle, ist da zu sehen GRÜ­NERGLIBBER umstan­den von Figür­chen, die zunächst den Mass­stab der Sze­nerie vor­geben. […]

 

H A I K U

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HOCH­FI­NANZ UND WURM

Er hat Geld viel Geld
und er will noch mehr und mehr
den Wurm kümmert’s nicht

HOCH­FI­NANZ UND WURM

Är het Gäud vüu Gäud
und är wüu no meh und meh
em Wurm isch es glich

© W. Stu­der

 
Es gehört zur Paradoxie des umstandslos dominant gesetzten Universalismus, dass in der Willkommenskultur auch der soziokulturell Fremdeste auf nahezu grenzenloses Verständnis vertrauen kann, während die Landsleute, die sich jenem Kult widersetzen und tradierte Lebensformen pflegen möchten, als kaum noch integrationsfähige Zeitgenossen erscheinen. - Heribert Seifert, NZZ 14. Mai 2016
 

Hochfinanz

Prolog zum Werk Nr77

Nr77 Hoch­fi­nanz

Eigent­lich ist es gut, dass die Men­schen unser Ban­ken- und Wäh­rungs­sys­tem nicht ver­ste­hen. Wür­den sie es näm­lich, so hät­ten wir eine Revo­lu­tion vor mor­gen früh.” (Henry Ford)

Ich freue mich, Ihnen ein wei­te­res Werk aus dem Werk­raum Deu­tung prä­sen­tie­ren zu kön­nen: […]

 

H A I K U

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FRÜH­LING

Das Lied der Amsel
Blät­ter und Blü­ten spries­sen
Wun­der der Liebe

FRÜÖH­LIG

SLlied vo der Amsle
Blet­ter und Blüöte schpriesse
Dasch s’ Lie­bes­wun­der

© W. Stu­der