Fortschritt

Prolog zum Werk Nr97

Nr97 Fortschritt

Während der Zeit des Nationalsozialismus ermordet medizinisches Personal in Dutzenden sogenannten Heil- und Pflegeanstalten mehr als 70’000 geistig und körperlich Behinderte, die zuvor von ärztlichen Gutachtern zur gezielten Tötung selektiert werden. Darunter sind auch viele Menschen mit Down-Syndrom (Mongoloidismus). Ziel dieser sogenannten Aktion-T4 ist es, die Ausbreitung „minderwertigen Erbgutes“ zu verhindern und die Schaffung eines „rassereinen Volkes“ zu fördern. Aufbegehren gegen die systematische Tötung vermeintlich „lebensunwerten“ Lebens gibt es wenig, nennenswerter Widerstand geht allein von einzelnen Richtern und Angehörigen der Opfer, vor allem aber von einzelnen Vertretern der christlichen Kirchen aus. NIE WIEDER – wird man später sagen

Heutzutage sind Menschen mit Down-Syndrom Sympathieträger. Sie lachen von Plakaten, sind knudelige TV-Lieblinge in „eusi Badi“, „euse Zoo“ und „euse Buurehof“ oder geben etwa die „Miss Météo„. Heuer durfte sogar erstmals in der Geschichte der Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus ein Mensch mit Down-Syndrom im Deutschen Bundestag einen Brief vorlesen. Überhaupt ist die säkulare Zivilgesellschaft heute liberal f o r t g e s c h r i t t e n:

NEUN VON ZEHN Frauen lassen bei Down-Syndrom eine Abtreibung durch medizinisches Personal vornehmen – so schätzen Experten.

Ich freue mich, Ihnen in diesem Zusammenhang ein neues Werk prä­sen­tie­ren zu kön­nen:
⇒ Zur Werk­seite von Nr97 Fortschritt mit wei­te­ren Bil­dern, Werk­da­ten und einem Kom­men­tar von W. Stu­der

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⇒ Zum gleichen Thema: <Die Büchse der Pandora>, <Dein Bauch gehört Dir>

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